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Innere Medizin – Kardiologie

am Standort St. Walburga-Krankenhaus

Daniel Gießmann
Chefarzt
Dr. med. Daniel Gießmann

Auszeichnungen

Chest Pain Unit

Brustschmerzen können ganz banale Ursachen haben. Es kann aber auch ein lebensbedrohender Zustand dahinterstecken. Gemeint ist damit die weltweit häufigste Todesursache, der Herzinfarkt. Ein wichtiger Faktor beim Kampf gegen die tückische Krankheit ist die Zeit. Es vergeht noch immer viel zu viel Zeit zwischen den ersten Symptomen und dem Beginn der Behandlung. Leider erreichen 40 bis 50 Prozent der Betroffenen nicht mehr lebend das Krankenhaus. Denn Zeit ist Herz!Lieber sollten Betroffene einmal zu oft zum Hörer greifen als zu spät. Wenn der charakteristische Schmerz in der Brust auftritt, oftmals ausstrahlend in den Arm, den Rücken, Hals oder Kiefer und die Brust sich wie eingeschnürt anfühlt, muss umgehend die Notrufnummer 112 gewählt werden.

Chest Pain Unit

In der Chest Pain Unit („Chest Pain“, Engl. für „Schmerzen im Brustkorb“) des St. Walburga-Krankenhauses wurden alle Abläufe von der Aufnahme über die Untersuchungen bis zum Eingriff buchstäblich auf Herz und Nieren überprüft, an keiner Stelle darf es haken, wenn es um das Überleben des Patienten geht. Dass die Betroffenen in der Innenstadtklinik bestens aufgehoben sind, hat auch die unabhängige Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) nach einer eingehenden Prüfung mit der Verleihung ihres Siegels bestätigt.

Herzinfarkt

Beim Herzinfarkt verstopft ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Herzkranzgefäß, der Herzmuskel wird nicht mehr mit Blut versorgt, es droht das Absterben von Muskelgewebe. Oftmals sind die Gefäße bereits vorgeschädigt, zum Beispiel durch verkalkungsbedingte Engstellen. Hat der Patient im Ernstfall rechtzeitig den Notarzt alarmiert, muss auch im Krankenhaus alles wie am Schnürchen laufen. Wurde mit einer Kontrastmitteldarstellung der Verschluss eines Herzkranzgefäßes festgestellt, kann dieser mit einem hauchdünnen Metallgeflecht, einem sogenannten „Stent“, wieder geöffnet werden. Diese Gefäßstütze wird vom Experten mit einem dünnen Katheterunter Röntgensicht in das Herzkranzgefäß eingebracht. Nach dem Eingriff ist die Engstelle wieder geöffnet, das Blut kann ungehindert fließen. Um einen erneuten Verschluss zu vermeiden, muss der Patient blutverdünnende Medikamente nehmen. Außerdem sollte die Lebensweise angepasst werden, gesunde Ernährung und die richtige Sportart helfen, das Infarktrisiko zu vermindern.

Mit Gütesiegel ausgezeichnet: Neuer medizinischer Notfall-Bereich bei diffusem Brustschmerz

Es ist Gütesiegel und Prädikatsnachweis in einem. Ein Etikett, mit dem unabhängige Gutachter das vorgefundene Qualitätsniveau  bescheinigen. Aktuell vergeben wurde das Emblem von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) an die Verantwortlichen im St. Walburga-Krankenhaus. Die Auszeichnung für enorme  Anstrengungen in exakt diesem Fachgebiet. Um jedoch die Zuteilung zu erhalten, mussten zunächst strenge Kriterien erfüllt werden.

„Chest Pain Unit“ oder kurzum CPU:  Ins Deutsche übersetzt, steht der Begriff als Sammelname für medizinische Einheiten, die Betroffenen bei diffusem Brust-Schmerz eine direkte Abklärung bieten. Einheiten wiederum, die anhand festgelegter Verfahren dazu beitragen, Grad und Schwere der jeweiligen Erkrankung unverzüglich zu erfassen. Das hierbei angewendete Procedere soll mithelfen, zeitnah vor allem die Personen zu bestimmen, welche mit Verdacht auf einen etwaigen Infarkt besonders schneller, intensiver Versorgung bedürfen. 

Unter der Regie von Chefarzt Dr. Daniel Gießmann (s. Foto) entstand eine am  CPU-Prinzip orientierte Organisationsstruktur. Sie umfasst alle Möglichkeiten, um auf unklaren Brustschmerz kompetent, obendrein bedarfsgerecht zu reagieren. Dabei handelt es sich um einen internen Notfall-Bereich für Akut-Patienten, in dem Beschwerden einerseits, Befunde andererseits rasch miteinander abgeglichen werden. So gibt es hier vier spezielle Überwachungsplätze mitsamt zentralem Monitoring  für regelmäßige Kontrollen der Vitalparameter. Darüber hinaus sind jene Gerätschaften und Vorrichtungen (z.B. für EKG oder Ultraschall) vorhanden, ohne die eine optimale Erhebung notwendiger Daten nicht  zu bewerkstelligen wäre. Und eigens geschultes Personal, Ärzte ebenso wie Pflegekräfte, steht ebenso zur Verfügung. An 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden lang rund um die Uhr – eine der von den Auditoren verlangte Voraussetzung.  

Kernstück des nach Gießmanns Worten „kardiologischen Komplett-Programms“ ist der Mitte Dezember 2014 in Betrieb genommene Linksherzkatheter-Messplatz (LHKM). Auf der Grundlage moderner, minimal-invasiver Techniken erlaubt das High-Tech-Instrumentarium differenzierte Untersuchungs- bzw. Behandlungsmethoden der Herzkammer oder Herzkranzgefäße. Wegen seiner weitreichenden technischen Errungenschaften hat es sich für Infarkt-Patienten längst als unverzichtbar entpuppt. Auf diese Weise können nahezu sämtliche diagnostischen sowie therapeutischen Maßnahmen in Meschede selbst durchgeführt werden. Dementsprechend eng arbeitet Gießmanns Abteilung mit den hiesigen Rettungs-Leitstellen, - diensten, Haus-, Fach- sowie Notärzten zusammen. Was sich zweifellos positiv auf die Versorgungssituation im Hochsauerlandkreis niederschlägt: Die früher oftmals zeitraubenden Anfahrten zu weiter entfernt gelegenen Herzzentren gehören damit der Vergangenheit an.

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