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Notfall- und Intensivversorgung neu gedacht

Der Neubau des Notfall- und Intensivzentrums in Arnsberg-Hüsten, mit 92 Mio. EUR Investitionsvolumen eines der größten Klinikprojekte, das derzeit in NRW umgesetzt wird, läuft nach wie vor im Zeit- und Kostenplan. Wenn das neue Zentrum Mitte 2023 in Betrieb geht, wird das Klinikum Hochsauerland als eines von zwölf Krankenhäusern in ganz NRW und als einziges Krankenhaus im Hochsauerlandkreis und dem weiteren Umfeld alle strukturellen Voraussetzungen der „umfassenden Notfallversorgung“ erfüllen. Also der höchsten der seit 2019 für ganz Deutschland geltenden drei Stufen in der Notfallversorgung.

„Mit unserem in den letzten Jahren sukzessive erweiterten und heute sehr breiten Fächerspektrum sind wir prädestiniert für die Behandlung hochkomplexer Krankheitsbilder. Doch bislang sind die Fachabteilungen in Arnsberg an drei unterschiedlichen Krankenhausstandorten verteilt, was eine nahtlose Teamarbeit und Versorgung erschwert. Mit dem Neubau schaffen wir eine notwendige Voraussetzung dafür, dass die Vernetzung zwischen den verschiedenen Disziplinen vorangetrieben und die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter verstärkt wird“, informierte Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Hochsauerland.

Enge fachübergreifende Zusammenarbeit

Insbesondere in der Notfallversorgung kann die schnelle fachübergreifende Zusammenarbeitet vieler verschiedener medizinischer Disziplinen Leben retten. Denn nicht selten kommt es vor, dass bei Notfallpatienten mehrere Organsysteme betroffen sind oder dass sie gleichzeitig erkrankt und verletzt sind, was gerade bei älteren Notfallpatienten sogar eher die Regel als eine Ausnahme darstellt. Im neuen Notfall- und Intensivzentrum werden demnächst 18 Fachabteilungen, davon 13 notfallversorgende Kliniken unter einem Dach zusammenarbeiten. Gemeinsam bilden sie künftig die Anlaufstelle mit dem größten Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten im Hochsauerlandkreis und darüber hinaus. Einem Spektrum, wie es sonst meist nur in Universitätskliniken verfügbar ist.

Die Zusammenführung und Ballung von Kräften insbesondere in einer großen zentralen Notfallaufnahme und in einem gesonderten elektiven Diagnostikzentrum ist die Basis der interdisziplinären Zusammenarbeit. Spezialisierte Pflegefachkräfte und Mediziner - u.a. der Fachrichtungen Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Orthopädie, Neurochirurgie, Unfallchirurgie, Angiologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie, Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie, Diagnostische Radiologie sowie Urologie - können dabei je nach Bedarf zur spezialisierten Diagnostik und Therapiefestlegung hinzugezogen werden.

Voraussichtlich ca. 32.000 Mal pro Jahr wird das neue Notfall- und Intensivzentrum künftig zur Anlaufstelle für Notfälle aller Art werden. Notfälle die bisher in ca. 24% der Fälle, mangels den Anforderungen entsprechender Versorgungsangebote, nicht in der Region versorgt werden konnten.

Interdisziplinarität organisieren

Der laufende Neubau in Arnsberg-Hüsten ist dabei ein Element der notwenigen Voraussetzungen. Seit der Fertigstellung des Rohbaus und dem Richtfest Anfang Oktober 2021 hat sich ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten auf die Prozessebene verlagert. Teams aus verschiedenen Fachbereichen erarbeiten gemeinsam neue Organisationsformen und neue digital unterstütze interdisziplinäre Versorgungsprozesse gemäß den Anforderungen des Krankenhauses der Zukunft. Zu den Hauptprojekten zählen dabei die Neukonzeption der Zentralen Notaufnahme, des zukünftigen Zentral-OPs, der großen interdisziplinären Intensivmedizin sowie das Thema Digitalisierung.

Zentrale Notaufnahme

Die große zentrale Notaufnahme (ZNA) bildet künftig die zentrale Anlaufstelle aller medizinischen Notfälle. Ziel des laufenden Projektes ist der Aufbau einer Abteilung mit einer eigenständigen Organisationsstruktur unter Mitbeteiligung der verschiedenen Kliniken und Schnittstellen. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Organisations- und Personalstruktur, Raumkonzept, Schockraummanagement, Standardisierung der Notfall- und Erstversorgung und Implementierung eines Triage-Systems. Die bisher erarbeiteten zukünftigen Abläufe in der ZNA werden aktuell mit den Chefärzten der beteiligten Fachabteilungen abgestimmt und im Rahmen von Simulationstrainings erprobt.

Modernstes OP-Zentrum

Im neuen Zentral-OP mit zehn Sälen werden beste Voraussetzungen für die sichere, effiziente und moderne operative Patientenversorgung geschaffen. Nach Abschluss der Einrichtungs- und Ausstattungsplanung sowie dem Beginn des Einbaus der OP-Säle liegen die aktuellen Schwerpunkte im Projekt Zentral-OP in der Implementierung einer neuen Software für die OP-Materiallogistik, der Entwicklung der Medizinprodukteversorgung mittels Fallwagen, der Erstellung eines Personalkonzepts und der Stärkung der OP-Pflege, der Entwicklung der künftigen digitalen Kommunikation und OP-Dokumentation sowie der Erarbeitung einer Organisationsstruktur für den ambulanten OP, der im Bestandsgebäude entstehen soll.

Intensivmedizin

Mit der Zusammenführung der „kleinen“ Intensivstationen der drei Arnsberger Standorte zu einer neuen großen interdisziplinären Intensivstation mit bis zu 51 Betten wird der eingeschlagene Weg zum Ausbau der Intensivkapazitäten fortgesetzt. Die interdisziplinäre Belegung trägt zur Kompensation von Belegungsschwankungen einzelner Fachabteilungen bei und minimiert mögliche Abmeldungen. Moderne Strukturen in medizinisch und wirtschaftlich optimaler Größe sollen dabei auch eine effizientere Personalbesetzung ermöglichen. Die Schwerpunkte des Projektes „intensivmedizinische Bereiche“ liegen derzeit in den Themengebieten Vereinheitlichung der standortübergreifenden intensivmedizinischen/pflegerischen Prozesse, den Schulungen der Intensivpflegenden für das erarbeitete Fachkonzept und die neuen Pflegestandards, der Kapazitätsplanung anhand der Durchschnittsbelegung je Fachabteilung, der Gewinnung neuer zusätzlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie der Konzeption der digitalen Kommunikation und Dokumentation auf der zukünftigen Intensivstation.

Umfassende Digitalisierungsstrategie

Digitale Workflows sollen künftig im neuen Notfall- und Intensivzentrum sowie im gesamten Klinikum Hochsauerland Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte bestmöglich von Routinearbeiten entlasten und so nicht zuletzt die Patientenversorgung mit Hilfe digitaler Werkzeuge einfacher und wirksamer machen. Im Rahmen einer umfassenden Digitalisierungsstrategie befinden sich Systeme für verschiedene klinische Einsatzbereiche in der Umsetzung. Hierzu gehören beispielsweise die mobile ärztliche und pflegerische Dokumentation, ein Intensivmedizinisches Dokumentationssystem (PDMS), ein Triagierungssystem für Patienten in der Notaufnahme (EPIAS) sowie ein Pflegeprozessmanagementtool. Für die Umsetzung stehen bisher bewilligte Fördermittel in Höhe ca. 4,5 Mio. Euro zur Verfügung. Schon heute rollt die multimediale digitale Patientenakte auf den ersten 46 Visitenwagen über die Stationen der Klinik für Psychiatrie, der Klinik für Kardiologie, der Klinik für Neurologie sowie in Teilen der Klinik für Geriatrie. Die Implementierung in weiteren Bereichen ist in Vorbereitung.

„Die Visitenwagen ermöglichen Ärzten und Pflegekräften eine digitale und papierlose Arbeitsweise. So können zum Beispiel OP-Pläne, Laborergebnisse, Röntgenbilder und weitere Befunde digital im Patientenzimmer abgerufen werden. Auch die digitale Erfassung und Dokumentation aktueller Daten kann so bereits während der Visite erfolgen“, sagt Dr. med. Dirk Böse, Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Arnsberger Standorte des Klinikums Hochsauerland und Chefarzt der Klinik für Kardiologie am Karolinen-Hospital in Arnsberg-Hüsten.

Der Neubau des Notfall- und Intensivzentrums läuft im Zeit- und Kostenplan. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt im Gebäudeinneren und insbesondere der Prozessebene.

(von links nach rechts): Melanie Hannig, Pflegefachkraft, Simone Esser, Abteilungsleitung Pflege Station 3a-c, Ulrich Staffe, Bereichsleiter Klinische IT und Dr. med. Dirk Böse, Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Arnsberger Standorte des Klinikum Hochsauerland präsentierten mit dem Visitenwagen ein sichtbares Beispiel der umfassenden Digitalisierungsstrategie.


Über das Klinikum Hochsauerland

Die vier Krankenhausstandorte des Klinikum Hochsauerland in Arnsberg und Meschede verfügen zusammen über 927 Betten. Pro Jahr werden ca. 40.000 Patient*Innen stationär und über 100.000 Fälle ambulant behandelt. Mit mehr als 3.000 Beschäftigten ist die Gesellschaft zudem einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Region. Mehrheitsgesellschafter des Klinikum Hochsauerland ist der bundesweit aktive Alexianer-Verbund mit Sitz in Münster. Das Klinikum Hochsauerland ist somit Teil eines der größten katholischen Gesundheitsunternehmen in Deutschland.

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