Bildungsakademie

am Standort Karriere

Peter Schauerte
Ausbildungsleitung OTA
Peter Schauerte

OTA-Ausbildung

Die Ausbildung

Bis zum Ende des Jahres 2021 erfolgt die Ausbildung zur operationstechnischen Assistentin / zum operationstechnischen Assistenten (OTA) anhand der Vorgaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Zum 01.01.2022 wird der Beruf der OTA / des OTA nun staatlich anerkannt. Das bedeutet, dass er voraussichtlich* dem Pflegeberuf in Allem gleich gestellt wird. Somit ist die Arbeit der OTA / des OTA ab dann vollwertig anerkannt, erhalten die Absolventen mit erfolgreichem Abschluss alle Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung u.v.m.

Theorie der OTA-Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst voraussichtlich* 2100 Stunden und wird in den neuen, Unterrichtsräumen der  Bildungsakademie Hochsauerland in Arnsberg – Hüsten angeboten.
Bildungs- und Medizinpädagogen, Ärzte sowie Pflegefachkräfte vermitteln den Teilnehmern alle Grundlagen die für eine sach- und fachgerechte Patientenversorgung vor, während und direkt nach einem operativen Eingriff notwendig sind. Diese beziehen z.B. auf die Vorgaben der Hygiene oder der Organisation des Arbeitsumfeldes im OP. Anatomische und physiologische Kenntnis des menschlichen Körpers werden ebenso vermittelt wie gesetzliche und ethische Vorgaben. Die „Lehre der Krankheiten“ ist ein wesentlicher Teil der Theorie und fokussiert sich dabei besonders auf die operativen Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie. Schwerpunkt der Ausbildung wird neben den Tätigkeiten des Springerdienstes natürlich der Instrumentierdienst direkt am OP-Tisch sein. 
Der Unterricht ist in Blockwochen organisiert und wird pro Ausbildungsmodul / -einheit mit einer Prüfung (Klausur, Fachvortrag, Referat, etc.) beendet. Die Unterrichtstermine werden den Teilnehmern zu Beginn ihrer Ausbildung übergeben. Die tägliche Unterrichtszeit ist von 8:00 – 16 Uhr.

Praxis der OTA-Ausbildung

Vom ersten Tag an werden die OTA-Schüler in den OP-Abteilungen ihrer Kliniken eingesetzt. Berufserfahrene und/oder fachweitergebildete OP-Mitarbeiter fungieren dabei als speziell ausgebildete Praxisanleiter und begleiten die OTA-Schüler über den gesamten Zeitraum der dreijährigen Ausbildung. Das was in der Theorie vermittelt wird, soll so arbeitsspezifisch im täglichen Arbeitsfeld sicher und Schritt-für-Schritt umgesetzt werden. Der stundengestaffelte Pflichteinsatz der OTA-Schüler liegt in der Praxis voraussichtlich* in den operativen Fachgebieten der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Unfallchirurgie/Orthopädie sowie der Gynäkologie/Geburtshilfe oder Urologie. Weitere operativ tätige Fachbereiche wie Neurochirurgie, HNO-Heilkunde, Gefäßchirurgie etc. können dann je nach Standort wahlweise erfolgen. Ebenso sind Rotationen der Praxiseinsätze innerhalb der kooperierenden Kliniken vorgesehen. Durch einen mit der Bildungsakademie bestehenden Kooperationsvertrag erfolgen regelmäßige Praxisbesuche der Ausbildungsleitung zur Überprüfung der Lernerfolge und Umsetzungskonzeption vor Ort. Ebenso sind zeitgebundene Einsätze in der Anästhesie und der chirurgischen Notfallversorgung (Ambulanz/Notfallaufnahme) Teil der theoretischen Ausbildung.

Eine ordnungsgemäße Aufbereitung von Medizinprodukten in der Aufbereitungseinheit (AEMP / ZSVA) ist ebenso fester Bestandteil der praktischen Ausbildung. Vorgesehen ist daher ein in die Ausbildung integrierter Kurs der Fachkunde I (gem. den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung DGSV) oder der Sachkunde*.

Prüfung OTA-Ausbildung

Jedes Ausbildungsmodul schließt mit einer Prüfung (Klausur, Fachvortrag, Referat, Facharbeit, etc.) ab. Zum Ende der Ausbildung erfolgt voraussichtlich* eine praktische Prüfung in den jeweiligen OP-Abteilungen der Teilnehmer vor Ort. Dabei werden sowohl springerdienst-technische wie instrumentier-technische Abläufe bewertet werden. Hinzu kommt eine schriftliche Prüfung in Form einer Klausur oder Facharbeit. Letztlich erfolgt vor Zeugnisübergabe zum Abschluss die mündliche Prüfung.

Bewerbung und Kooperationskliniken

Die Bildungsakademie ist ausführender Teil der theoretischen OTA-Ausbildung. Das bedeutet, dass sich Bewerber nicht direkt an die Bildungsakademie wenden können, sondern einen Ausbildungsplatz zur OTA in einem kooperierenden Krankenhaus / einer kooperierenden Klinik erwerben müssen. Unsere derzeitigen Kooperationspartner (OP-Standorte) in der OTA-Ausbildung sind:

  • Klinikum Hochsauerland
    • Karolinen-Hospital Arnsberg-Hüsten
    • Marienhospital Arnsberg
    • St. Walburga-Krankenhaus Meschede
  • Krankenhaus Maria-Hilf Warstein
  • St. Franziskus Hospital Winterberg
  • St. Marien-Hospital Marsberg

*zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels liegt die ab dem 01.01.2022 für den Bereich gültige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung der Bezirksregierung noch nicht vor. Daher basieren die Angaben nur auf allgemeinen Informationen der Gesetzgeber.

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